Zusammen mit unseren Traditionskorps, den Möhnen, der GERAK, den Wagenbauern und den vielen anderen Karnevalisten liegt es auch dem Festausschuss als Dachorganisation des Andernacher Karnevals am Herzen, dieses närrische Brauchtum zu pflegen und mit Spass und Freud bei der Sache zu sein.
Ehrenpräsident
Seit der Fertigstellung der ursprünglichen Festausschußhalle im Jahre 1995 fanden immer wieder verschiedene Baumaßnahmen statt. Neben der beheizten 750 qm großen Wagenbauerhalle gibt es den 200 qm großen Anbau in Festbauweise und die 575 qm große Leichtbauhalle zum Abstellen von Prunkwagen. Ein 100 qm großer Werkstattbereich wurde für den Fuhrpark von 6 Traktoren und insgesamt 20 Prunkwagen notwendig. Um auch diverse Baumaterialien lagern zu können wurde eine überdachte Abstellfläche von etwa 50 qm geschaffen, ebenso ein etwa 50 qm großer Aufenthaltsraum für die Wagenbauer. Weitere Flachbauten im vorderen Bereich mit einer Gesamtfläche von etwa 400 qm dienen als Lagerräume und ein kleiner Teil davon auch als Besprechungsraum für den Festausschuß.
Natürlich gilt es neben der Instandhaltung dieser Hallenbereiche auch den mittlerweile mit Rasen- und Pflasterflächen angelegten Außenbereich zu hegen und zu pflegen.
Einen herzlichen Dank an alle helfenden Hände, insbesondere an den Teil der Wagenbauer, die immer für Bau- und Instandhaltungsarbeiten bereit stehen. Ein Dank aber auch noch mal an alle, die die genannten Baumaßnahmen finanziell unterstützt haben.
Geschäftsführer
Zum ersten Male Uniform trug er 1972 als Mitglied im Spielmannszug der Stadtsoldaten. August Jansen stand damals als „Prinz August I.“ dem närrischen Volk vor. Er war der Arbeitgeber der Großmutter und hat seine Eltern dazu bewegt ihn bei den Stadtsoldaten mitgehen zu lassen. Das war durchaus keine Selbstverständlichkeit, war doch seine Mutter eine „geborene Rot-Weiße“ und schon damals in Kerkrade dabei.
Im Jahre 2000 wurde er zum Fähnrich des Stadtsoldaten Corps befördert und wurde gleichzeitig stellvertretender Kompaniechef der II. Kompanie. In diesem Jahr trat er auch der legendären Tanzgruppe der Stadtsoldaten bei, wo er seine Begeisterung für den rhythmischen Ausdruck und die tänzerische Darbietung ausleben konnte.
In seiner aktiven Dienstzeit als Offizier bei den Stadtsoldaten war er aber auch „korpsübergreifend“ in verschiedenen Rollen tätig. So zeigte sich seine Verbundenheit zur den höchsten „Jecken-Majestäten“ auch in seiner Rolle als persönlicher Adjutant Ihrer Lieblichkeit im Jahr 2006, sowie als persönlicher Adjutant seiner Tollität in den Jahren 2012 und 2020.
Mit dieser Fülle an Erfahrung, Leidenschaft und Hingabe freut er sich darauf in Zukunft, sein Herz und seine Fähigkeiten als Mitglied im Festausschuss weiterhin in den Dienst des Andernacher Karnevals zu stellen.
FA-Mitglied
Hineingeboren in eine karnevalistische Familie lief er schon im Alter von 4 Jahren uniformiert bei den Blauen Funken im Rosenmontagszug mit.
Ab 1974 war er fester Bestandteil des Spielmannszuges und spielte dort 38 Jahre verschiedene Instrumente. In diesem Zeitraum absolvierte er auch einzelne Auftritte bei der Showtanzgruppe.
Seinen karnevalistischen Höhepunkt erlebte er in den Jahren 1991 und 1992 als Hofnarr bei Prinz Peter und Prinzessin Kuni.
Des Weiteren ist er über Jahre in verschiedensten Positionen beim Karneval im Stadtteil Kell aktiv gewesen und hat zur Wiederbelebung der Keller Möhnen beigetragen. Dort begleitete er 1994 und 1995 Prinz Horst und Prinzessin Sigrid als Hofnarr und Finanzminister.
Seit 1999 ist er Teil der Wibbelgruppe der Blauen Funken.
2013 begleitete er als persönlicher Adjutant des Hofstaates den damaligen Prinzen Waldemar mit seiner Prinzessin Uschi.
Seit 2019 ist er fester Bestandteil des Panikorchesters Andernach und 2023 trat er dem Alt-Herren-Corps der Blauen Funken bei.
Nach 50 aktiven Jahren bei den Blauen Funken möchte er nun beim Festausschuss den Andernacher Karneval weiter fördern und am Leben halten.
Vizepräsidentin
Hineingeboren in eine karnevalistische Familie trug sie bereits im Alter von drei Jahren stolz ihre erste Stadtsoldaten-Uniform. Nach einem kurzen Auftritt im Kinderballett entdeckte sie mit acht Jahren ihre Leidenschaft für die Musik und ist seitdem fester Bestandteil im Spielmannszug der Stadtsoldaten, den sie später dann, als erste weibliche Tambomajourin der Stadtsoldaten und in Andernach, 14 Jahre leitete.
Einen der Höhepunkte in ihrer karnevalistischen Laufbahn erlebte sie, als sie 1996 das Prinzenpaar der Stadtsoldaten (ihre Eltern Heinz und Hermine Stark) als Hofnärrin begleiten durfte.
Seit über 20 Jahren unterstützt sie den Bühnenbau und ist ebenfalls einige Jahre im Frauenkaffee aktiv gewesen. Im „Team Hauptmann“ ist sie ebenfalls schon lange dabei und immer dann da, wenn es was zu tun gibt Bei der ein oder anderen Gelegenheit kündigte sie über die Jahre an, dass sie, wenn es die Herren denn dann irgendwann zulassen, als erste Frau Mitglied im Festausschuss werden würde. Seit 2023 ist dies nun der Fall.
Am 16.04.2024 wurde sie zur Vizepräsidentin des Festausschuss gewählt.
Präsident / Zugleiter
Schon seit frühester Kindheit mit dem Bazillus Carnevalis infiziert, begann er seine karnevalistische Laufbahn in den 70er Jahren und nahm erstmals in Fußgruppen im Rosenmontagszug teil. Für den Rosenmontagszug 1989 wurde dann in der Wagenbauergruppe „De Dötzje“ aus der Schloßschänke auch der erste Prunkwagen gebaut, welchem in den nächsten Jahrzehnten noch viele folgten.
1988 trat er der KG 1896 Prinzengarde e.V. bei.
2005 begann er seine Tätigkeit im Festausschuß des Andernacher Karneval e.V. als Zugleiter.
2010 führte er zusammen mit seiner Gattin Stefanie die Andernacher Narren als Prinzenpaar durch die fünfte Jahreszeit.
Neben seiner Tätigkeit als Zugleiter war er mehrere Jahre auch als Hallenmeister tätig. Diese Arbeit gab er mit Übernahme des Amtes als Vizepräsident im Jahre 2013 ab und ist seitdem mit Vorstandsarbeiten betraut.
Seit 2016 trägt er den Brillantstern. Seit 2018 ist er 1. Vorsitzender und Präsident des Festausschuß Andernacher Karneval e.V.
Hallenmeister
Ein Kowelenzer Schängelche , durch den beruflichen Wechsel seines Vaters kam er in frühen Jahren nach Andernach. Zum Andernacher Karneval fand er als Mitglied bei den ehemaligen Blauen Dragoner und dem Fanfarenzug Edelweiß. Nach abgeschlossener Schule zwangen Ihn nun berufliche Veränderungen erst einmal auf das Vereinsleben zu verzichten.
Im Andernacher Rosenmontagszug konnte er 2014 wieder als Prinz des Hammer- Dreigestirn im Straßen Karneval, sowie 2015 als Stellvertreter des Kommandeurs des Prinzen- Musketiere teilnehmen.
Aktiv trat er 2014 den Rot-Weiße Husaren als Offizier bei. Von 2015-2017 war er Mitglied des Elferrates. Seit 2016 unterstützte er das Team des Bühnenbaues.
In 2013 erwarb er die inaktive Mitgliedschaft der Prinzengarde.
Seit April 2017 ist er nun Mitglied im Festausschuss des Andernacher Karnevals e.V. als Vertreter der Rot-Weiße Husaren.
Seit 2023 ist er Hallenmeister für die Festausschußhalle Andernach.
Medienbeauftragter
Patrick Stemmler war schon von Kindesbeinen an in diversen Karnevalsumzügen aktiv. So ging es erstmals im Alter von 3 Jahren im Karnevalsumzug in Plaidt beim Stammtisch „Rappen“ los. An den Umzügen von Miesenheim beteiligte er sich in der Gruppe der „Miesenheimer Messdiener“. In den darauffolgenden Jahren waren die jährlich wechselnden Umzüge von Miesenheim und Plaidt ein fester karnevalistischer Bestandteil.
Seinen ersten Rosenmontagsumzug in Andernach absolvierte Patrick im Jahre 2001 auf dem Prunkwagen der Firma Masa GmbH.
Seit 2009 ist Patrick Mitglied der Prinzengarde 1896 Andernach e.V. und beteiligte sich dort im Stabsmusikzug.
Im Jahr 2011 trat Patrick zusätzlich den Stadtsoldaten Andernach 1896 e.V. bei, wo er erstmals 2012 bei der Tanzgruppe mittanzte.
Nachdem der Festausschuss auf ihn aufmerksam wurde, fragte man ihn, ob er in der Dachorganisation des Andernacher Karnevals mitarbeiten möchte. Spontan sagte er zu.
Seit 2014 ist er nun Mitglied im Festausschuß des Andernacher Karnevals e.V. Dort ist er der Medienbeauftragte. Er kümmert sich um die Presse, den Internetauftritt und um Social Media. Zusätzlich ist er als Prinzenbegleitung aktiv und unterstützt in der Zugleitung.
Im Jahr 2018 war er Verkehrsminister Patrick „der First Responder der Hofstaatsflotte“ bei Prinz Thomas I „et Blümo vom Blick“ und Prinzessin Bettina I „die wirbelnde Gardemaus aus’m Hürters-Haus“.
2023 war er bei der Planung und Gründung der Sitzungsgilde Andernach e.V. beteiligt. Dort ist er ebenfalls zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem ist er Mitglied im Sitzungsgremium und Elferrat der Herrensitzung der Sitzungsgilde.
FA-Mitglied
Noch im Schoß ihrer Mutter, zur Verleihung des Bubbelinchenordens im Jahre 2003 auf der großen Funkenbühne dabei, wurde sie gleich zur Geburt Mitglied der Blauen Funken. Bald darauf lief sie in den Farben Blau und Weiß im Rosenmontagszug mit.
Im Alter von drei Jahren eroberte sie mit den „Minis“ die Funkenbühne. Bis zum sechszehnten Lebensjahr tanzte sie in der Jugendfunkengarde. Parallel zu ihrer Tanzkarriere war sie sieben Jahre Sitzungspräsidentin der Kindersitzung der Jugendfunkengarde, moderierte sie im Duo bis 2017, zuletzt mit ihrer jüngeren Schwester. Im Jugendalter entdeckte sie ihre Vorliebe für den Gardetanz und ist seit 2020 Mitglied der Gardetanzgruppe der Blauen Funken.
Ihre Sympathie für die Vielfalt des heimischen Brauchtums und der damit verbundenen Vereinslandschaft führt sie nun zur Dachorganisation des Andernacher Karnevals.
Als jüngstes Mitglied der Vereinshistorie ist sie seit Mai 2024 Teil des Andernacher Festausschusses.
FA-Mitglied
Die Begeisterung für den Karneval wurde mir nicht in die Wiege gelegt und deshalb hat mein Weg dorthin etwas länger gedauert.
Karneval hat mich dennoch schon mein ganzes Leben begleitet – zunächst allerdings von der anderen Seite der Absperrung.
Schon als Kind waren die Karnevalsumzüge jedes Jahr ein absolutes Highlight. Gemeinsam mit meiner Oma gehörte es zur Tradition, die großen Karnevalssitzungen im Fernsehen anzuschauen und anschließend den Rosenmontagszug zu besuchen. Ich liebte die farbenfrohen Kostüme, die Uniformen, die festlich geschmückten Wagen und die einzigartige Stimmung. Schon damals entstand der Wunsch, irgendwann selbst einmal in Uniform Teil dieses Brauchtums zu sein. Leider blieb dieser Traum zunächst unerfüllt.
Als ich selbst Mutter wurde, gab ich meine Begeisterung für den Karneval an meinen Sohn weiter. Gemeinsam besuchten wir Umzüge und Veranstaltungen. Ein Vereinsbeitritt war damals für mich jedoch nicht möglich. Erst einige Jahre später ergab sich die Gelegenheit, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.
Durch meine Nebentätigkeit im Bistro durfte ich viele karnevalistische Veranstaltungen hautnah erleben. Dabei wurde mir immer bewusster, wie viel Herzblut, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement hinter jeder Session steckt. Der Wunsch, nicht länger nur Zuschauerin zu sein, sondern selbst aktiv mitzuwirken, wurde immer größer.
Im Jahr 2020 erfüllte ich mir schließlich diesen lang gehegten Traum und trat den Möhnen „Ewig Jung“ bei. Seitdem tanze ich bei den Schönstehern. Die Corona-Pandemie bremste meinen Start zwar zunächst aus, meiner Begeisterung tat das jedoch keinen Abbruch.
Heute engagiere ich mich mit großer Freude auch hinter den Kulissen. Seit einigen Jahren bin ich Mitglied des Kostümausschusses und unterstütze als Teil des Trainerteams die Möhnenhüpfer. Außerdem bin ich seit ein paar Jahren Teil der Schlossgeister der Stadtsoldaten.
In diesem Jahr hat sich für mich eine weitere spannende Möglichkeit ergeben: Ich bin Mitglied des Festausschusses geworden. Der Anstoß dazu war eine einfache Frage: „Warum sind eigentlich keine Möhnen im Festausschuss vertreten?“ Diese Frage ließ mich nicht mehr los und führte schließlich dazu, dass ich selbst diesen Schritt gegangen bin. Ich freue mich darauf, die Andernacher Faasenacht aus einer neuen Perspektive zu erleben, neue Erfahrungen zu sammeln und meinen Beitrag zu unserem Brauchtum zu leisten.
Ich habe den Karneval nicht in die Wiege gelegt bekommen. Umso schöner war es für mich, meinen ganz eigenen Weg in diese Gemeinschaft zu finden. Ich habe mich ganz bewusst für dieses Brauchtum entschieden, weil mich die Gemeinschaft, die Tradition und das ehrenamtliche Engagement begeistern. Für mich bedeutet Karneval weit mehr als die Session – er verbindet Menschen, schafft Freundschaften und bewahrt ein Stück rheinischer Kultur.
Heute stehe ich nicht mehr hinter der Absperrung, sondern darf selbst Teil dieser wunderbaren Gemeinschaft sein. Dafür bin ich von Herzen dankbar.